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Lästige Parasiten: Was tun bei Flöhen, Zecken, Würmer?


Die Umgebung des Zwergpinschers ist nicht steril.

Beim Buddeln im Matsch, Schnüffeln an den Hinterlassenschaften anderer Artgenossen, beim Toben mit anderen Hunden auf der Wiese oder Spazierengehen durch den Wald: Überall kann sich der Zwergpinscher mit den unterschiedlichsten Parasiten anstecken.

Sogar Herrchen ist eine potenzielle Gefahrenquelle, denn selbst mit Kleidung und Schuhen können unliebsame Krabbeltiere versehentlich ins Haus getragen werden.

Doch keine Sorge. In der Regel lassen sich Floh und Co. schnell wieder loswerden.

Was ist der Unterschied zwischen Ekto- und Endoparasiten?

Parasiten, welche auf dem Hund leben oder in seiner näheren Umgebung, werden als Ektoparasiten bezeichnet. Dazu zählen unter anderem:

  • Flöhe
  • Milben
  • Zecken
  • Läuse
  • Haarlinge

Endoparasiten besiedeln hingegen das Innere des Hundes. Dabei vor allem den Verdauungstrakt. Sie kommen jedoch auch in Organen, wie dem Herzen oder Blutgefäßen vor. Endoparasiten sind beispielsweise:

  • Bandwürmer
  • Spulwürmer
  • Hakenwürmer
  • Einzeller (z.B. Giardien)
  • Echinococcus Finnen

Zwergpinscher und Würmer

Die meisten Wurmarten befallen den Verdauungstrakt des Wirtstieres und können dort großen Schaden anrichten, wenn sie nicht rechtzeitig bekämpft werden. Sie entziehen dem Zwergpinscher wichtige Nährstoffe, er magert ab, bekommt Durchfall, hat Schmerzen oder entwickelt Allergien. Im schlimmsten Fall kann ein Wurmbefall sogar tödlich enden.

Einige Würmer können auch in die Lungen oder zum Herzen wandern.
Wie steckt sich der Zwergpinscher mit Würmern an?

  • Welpen sind bereits im Mutterleib gefährdet und können sich dort mit Rundwürmern anstecken.
  • Wurmeier können durch Fressen infizierten Kots aufgenommen werden. Auch das Schnüffeln an befallenem Kot kann bereits ausreichen.
  • Nagetiere, Flöhe und Amphibien sind mögliche Zwischenwirte. Frisst der Zwergpinscher diese oder deren Kadaver, kann ein Befall die Folge sein.
  • Durch Wälzen in Ausscheidungen oder Aas und anschließendem Ablecken des Fells kann der Zwergpinscher Wurmeier aufnehmen.
  • Fressen von infiziertem rohem Schlachtfleisch.

Wie erkenne ich Wurmbefall beim Zwergpinscher?

  • Manchmal leider gar nicht, da besonders ein beginnender Befall oft symptomlos verläuft.
  • Durchfall (manchmal schleimig, wässrig oder mit Blutbeimengungen)
  • Husten, Würgen und Erbrechen. Bei sehr schwerem Befall werden manchmal auch Würmer erbrochen.
  • Einige Wurmarten lassen sich im Kot nur bei stark fortgeschrittenem Befall entdecken. Besteht jedoch Verdacht auf Endoparasiten, kann der Tierarzt eine Kotprobe mikroskopisch untersuchen.
  • Unerklärlicher Gewichtsverlust
  • Aufgeblähter Bauch
  • Abgeschlagenheit und Mattigkeit
  • Glanzloses Fell
  • Der Hund leckt und „knibbelt“ am Rutenansatz und After wegen starken Juckreizes.
  • Schlittenfahren: Der Zwergpinscher rutscht mit dem Hinterteil über den Boden, um sich Erleichterung von dem lästigen Juckreiz zu verschaffen. Allerdings tun HUnde dies auch, wenn die Analdrüsen verstopft sind. Fragen Sie einen Tierarzt um Rat.

Wie oft benötigt der Zwergpinscher eine Wurmkur?

Wie häufig der Zwergpinscher eine Wurmkur erhalten sollte, hängt sicherlich von den Haltungsbedingungen des Vierbeiners und seinem Verhalten ab. Pinscher wurden ursprünglich als Fänger von Ratten und anderen Nagetieren eingesetzt.

Eine Eigenschaft, welche auch heute noch tief in der Rasse verwurzelt ist. Jagd und frisst der Zwergpinscher also Mäuse und Co. oder wird der Hund gebarft (Fütterung von rohem Fleisch) sollte er sicherlich regelmäßiger entwurmt werden.

Gleiches gilt, falls ältere Menschen oder kleine Kinder im Haushalt leben. Diese haben oft ein schwächeres Immunsystem und sind somit anfälliger für Krankheiten und Erreger.

Tierärzte raten häufig, den Hund viermal jährlich zu entwurmen. Die Kur erfolgt dabei über Tabletten, eine Injektion oder auch Paste. Je nachdem, um welche Wurmart es sich handelt und was der Hund am besten erträgt oder einnimmt.

Einige Vierbeiner sind nämlich wahre Künstler darin, Medikamente selbst in einem Stückchen Käse oder Leberwurst herauszuschnüffeln und Spucken die Tabletten einfach wieder aus.

Viele Besitzer möchten unnötige Wurmkuren allerdings vermeiden und entwurmen nur bei ersichtlichem Befall. Da dieser bei vielen Arten allerdings schon weit fortgeschritten sein muss, bis Würmer und Eier im Kot sichtbar werden, ist dies eine unnötige Belastung für den Hund.

Besser, sie geben vierteljährlich eine Sammelkotprobe (über 3 Tage hinweg) beim Tierarzt ab. Dieser kann den Kot so auf Würmer untersuchen und im Bedarfsfall behandeln.

Wichtig: Wurmkuren sind keine Prävention sonder bekämpfen nur einen akuten Befall mit Würmern. Bereits kurz nach der Medikamentengabe kann darum eine Neuansteckung erfolgen.

Mehrhundehalter sollten immer alle Hunde gleichzeitig entwurmen, selbst wenn nur ein Vierbeiner befallen zu sein scheint.

Brauchen auch Zwergpinscher Welpen eine Wurmkur?

Welpen können sich bereits im Mutterleib mit Spul- und Hakenwürmern infizieren. Auch beim Säugen besteht die Gefahr einer Übertragung dieser Rundwurmarten.

Darum werden sowohl die Mutterhündin, als auch ihre Welpen nach der Geburt entwurmt, und zwar erstmalig in der zweiten Lebenswoche. Bis zur 12. Woche erfolgt schließlich im vierzehntägigen Rhythmus eine Wurmkur, damit der Wurf bei Abgabe frei von diesen Parasiten ist.


Mein Zwergpinscher hat Flöhe – Hilfe!

Flöhe sind blutsaugende, flügellose Insekten, die eine enorme Sprungkraft besitzen und bis zu 2 mm lang werden. Sie haben eine dunkelbraune Farbe und sind im kurzen Fell des Zwergpinschers oft gut mit bloßem Auge ausfindig zu machen.
Woher bekommt mein Zwergpinscher Flöhe?

Der Zwergpinscher kann sich beim Spielen mit Artgenossen mit den kleinen Blutsaugern anstecken. Auch verschiedene Wildtiere sind Überträger, insbesondere Igel. Sie als Besitzer sind ebenfalls eine mögliche Übertragungsquelle. Nach Kontakt zu anderen Hunden und Tieren können Flöhe auf Ihrer Kleidung sitzen und so in die Wohnung und zu Ihrem Vierbeiner gelangen.

Wie erkenne ich Flöhe beim Zwergpinscher?

Aufmerksam werden sollten Sie, falls der Zwergpinscher sich auffällig oft kratzt oder das Fell mit den Zähnen beknibbelt. Bei starkem Befall beißen die Hunde sich wegen des starken Juckreiz oft sogar blutig oder es entstehen kahle Stellen.

Suchen Sie das kurze Fell des Zwergpinschers zunächst mit bloßem Auge ab, indem Sie die Haare gegen die Wuchsrichtung streichen und nach den schnell krabbelnden Flöhen Ausschau halten. Manchmal finden Sie auch schwarze Krümel auf der Haut und im Fell, dabei handelt es sich um Flohkot.

Um sicherzugehen, benutzen Sie einen Flohkamm. Falls Sie dennoch keinen Blutsauger erwischen, so klopfen Sie die ausgekämmten Krümel auf ein befeuchtetes Stück Küchenpapier. Färbt sich das Papier rötlich, so handelt es sich eindeutig um Flohkot, denn das darin unverdaute Blut sorgt für die Einfärbung.

Mein Zwergpinscher hat Flöhe – Was kann ich tun?

Die effektivste Methode zur Flohbekämpfung ist ein Spot-On Präparat vom Tierarzt. Dazu werden die Haare des Zwergpinschers im Nacken geteilt und das Mittel direkt auf die Haut aufgetragen.

Das darin enthaltene Nervengift tötet innerhalb der ersten 24 Stunden die meisten erwachsenen Flöhe ab und lindert so den schlimmen Juckreiz. Besiedeln neue Flöhe den Hund, so sterben auch diese nach einem Biss, denn das Spot-On wirkt bis zu 4 Wochen.

Ist der Flohbefall beim Zwergpinscher nur schwach ausgeprägt, so kann auch versucht werden mit speziellen Shampoos und Pulvern den Plagegeistern den Kampf anzusagen. Wasserscheue Pinscher werden die Einwirkzeit des Shampoos aber vermutlich weniger gut heißen und nach dem Einreiben mit einem Flohpulver darf der Hund sich auf keinen Fall lecken. Ein Spaziergang oder ein leckerer Kausnack können hier für etwas Ablenkung sorgen.

Wichtig: Flöhe sind Zwischenwirte für Bandwürmer. Nach der erfolgreichen Flohbehandlung sollte darum im Anschluss immer auch eine Wurmkur erfolgen.

Die Wohnung flohfrei bekommen!

Auf dem Zwergpinscher werden Sie immer nur die adulten Flöhe finden, da diese für die Blutmahlzeit auf dem Vierbeiner herumkrabbeln müssen. Eier und Larven hingegen befinden sich in der unmittelbaren Umgebung des Hundes, wie Schlafplätzen, Polstermöbeln, Textilien oder Teppichen.

Um eine Neuansteckung zu verhindern, sollte bei einem Flohbefall darum immer auch die Wohnung gründlich mitbehandelt werden.

  • Staubsaugen sie täglich und entsorgen Sie die Beutel umgehend.
  • Mit speziellen Bürstenaufsätzen können Sie auch Sofas und Matratzen absaugen. Auto nicht vergessen!
  • Wischen Sie unempfindliche Böden immer feucht und mit Reinigungsmitteln.
  • Bettlaken, Kissenbezüge und Ähnliches möglichst heiß in der Maschine waschen.
  • Waschen Sie auch Decken und Schlafplätze des Zwergpinschers.
  • Transportboxen auswischen und Spielzeug reinigen.
  • Alles, was nicht in die Waschmaschine darf in Plastiktüten packen und für mehrere Tage in den Gefrierschrank legen.
  • Nicht waschbare Oberflächen und Textilien ggf. mit Dampfreiniger behandeln.
  • Ein Umgebungsspray gegen Flöhe für schwer zugängliche Stellen verwenden (Körbchen, Ritzen usw.)

Eine Plage im Sommer: Zecken

Zecken haben acht Beine und gehören somit zu den Spinnentieren. Sie ernähren sich ebenso wie Flöhe von dem Blut ihrer Wirtstiere.

Der unscheinbare und nur wenige Millimeter große Körper der Zecke kann dabei nach einer ausgiebigen Mahlzeit auf bis zu 1 cm anschwellen. Dabei saugen diese Parasiten 2-10 Tage lang und verlassen anschließend wieder den Wirt.

Allerdings kann die Zecke während dieser Zeit den Zwergpinscher mit Bakterien, Viren und Einzellern infizieren, die sich in ihrem Speichel befinden. Die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung wird dabei um so größer, je länger die Zecke Zeit zum Saugen hat.

Mögliche Krankheiten, die von der Zecke übertragen werden, sind:

  • Babesiose
  • Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)
  • Borreliose
  • Ehrlichiose

Wie kommen die Zecken auf meinen Zwergpinscher?

Es gibt Zeckenarten, die ihre Beute aktiv suchen, andere wiederum warten, bis ein Wirt an ihnen vorbeistreift, und klammern sich dann fest. Sensoren in den Vorderbeinen helfen den Spinnentieren dabei, potenzielle Wirtstiere am Geruch zu erkennen.

Leider kann der Zwergpinscher sich nahezu überall so eine Zecke einfangen. Sie lauern im Gras, auf Feldern, in Büschen und Sträuchern, auf Bäumen oder im Unterholz. Also überall dort, wo täglich spazieren gegangen wird und der Hund sich häufig aufhält.

Besonders verbreitet sind in Deutschland:

  • Gemeine Holzbock (Borreliose- und FSME-Überträger)
  • Auwaldzecke (Babesiose-Überträger)

Es sind jedoch auch einige Zeckenarten aus dem Mittelmeerraum auf dem Vormarsch, die sich aufgrund milder Winter auch in unseren Breiten mehr und mehr wohlfühlen (z.B. die Braune Hundezecke).

Wie entferne ich Zecken beim Zwergpinscher?

Untersuchen Sie den Zwergpinscher nach jedem Spaziergang kurz auf Zecken. Da die Parasiten oft erst eine Zeit lang auf dem Hund herumkrabbeln, um eine geeignete Stelle zum Saugen zu finden, haben Sie gute Chancen, die Zecke zu erwischen, ehe es zu einem Biss kommt.

Beliebte Stellen für die Blutmahlzeit sind dünnhäutig und besonders gut durchblutet, wie Achseln, Leiste, zwischen den Zehen oder in den Ohren.

Zum Entfernen stehen Ihnen drei Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Zeckenzange
  • Zeckenhaken
  • Pinzette

Probieren Sie aus, welches Instrument für Sie am einfachsten in der Handhabung ist. Ein Zeckenhaken ist für Anfänger oft am einfachsten zu bedienen.

  1. Setzen Sie das Instrument Ihrer Wahl sehr nah an der Haut des Zwergpinschers an
  2. Fassen Sie nun die Zecke möglichst nah beim Kopf, keinesfalls sollten Sie den hinteren Teil des Körpers packen
  3. Ziehen Sie die Zecke nun mit einer gleichmäßigen Bewegung hinaus
  4. Entsorgen oder töten Sie die Zecke

Was sollte ich beim Entfernen von Zecken vermeiden?

  • Nie mit den Fingern hinausziehen!
  • Quetschen Sie niemals den vollgesogenen Körper der Zecke. Infektiöser Speichel und Darminhalt entleeren sich so in den Hund.
  • Vergessen Sie Hausmittel, wie Feuer, Klebstoff, Alkohol oder Öl. Sie setzen damit die Zecke nur zusätzlich unter Stress und sie gibt mehr Speichel ab.
  • Rupfen Sie die Zecke nicht ruckartig aus der Haut. Dabei könnte das Hinterteil abreißen und der Kopf bleibt in der Haut zurück. Falls dies doch einmal passiert, entfernen Sie den Kopf nachträglich mit der Pinzette oder warten Sie einige Tage ab, ob er von alleine herausfällt.

TIPP: Wie entferne ich Zecken mit der Zeckenschlinge von meinem Zwergpinscher?

Zecken entfernen Zwergpinscher
Zecken können auch sehr einfach mit der Zeckenschlinge entfernt werden.

Als Alternative zum Zeckenhaken ist die Zeckenschlinge zu empfehlen. Mit der Zeckenschlinge sind die Chancen sehr groß, dass auch der Zeckenkopf komplett entfernt wird.

Anwendung:Man drückt wie bei einem Kuli oben auf den Knopf. Nach unten fährt eine große Plastikschlinge aus, die aufgrund der Größe leicht um jede Zecke gelegt werden kann.

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Den Knopf langsam hochkommen lassen und den Stift gleichzeitig an die Zecke ranschieben, so dass sich die Schlinge um die Zecke legt. Dann langsam ziehen. Das hört sich kompliziert an, ist aber sehr einfach.

Ich empfehle, die ganze Schlinge senkrecht zur Haut langsam zu drehen und ganz leicht zu ziehen. Dann löst sich die Zecke wie von selbst.

Zeckenschlinge Anwendung
Zeckenschlinge Anwendung

Die Entfernung der Zecke erfolgt in wenigen Sekunden. Die Zeckenentfernung ist dann selbst bei einem etwas unruhigen Zwergpinscher relativ schnell erledigt. Die Verarbeitung ist gut und wirkt robust, die Schlinge selbst besteht aus einer stabilen, aber nicht zu dicken Nylon-Schnur.

Im Gegensatz zu allen Pinzetten ist es auch kein Problem, wenn man ein paar Hundehaare mit erwischt, weil diese automatisch durch die Schnur rutschen.

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Zeckenschlinge Zwergpinscher - Zecken entfernen
Mit der Zeckenschlinge Zecken auf dem Zwergpinscher entfernen

Durch die kleine Größe können Sie die Zeckenschlinge immer dabei haben wenn Sie mit Ihrem Zwergpinscher unterwegs sind.

Die Zeckenzange können Sie nicht nur für Ihren Zwergpinscher, sondern auch für sich selbst verwenden. Die Zecke wird schonend und einfach entfernt.

Bei ganz kleinen Zecken kann es sein, dass die Schlinge sich nicht schließt, da die Zecke zu klein ist. Bei sehr kleinen Zecken ist daher zusätzlich der Zeckenhaken zu empfehlen.

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Wann sollte ich wegen einer Zecke zum Tierarzt?

  • Falls Sie sich das Entfernen nicht selbst zutrauen
  • Kein geeignetes Instrument zur Hand ist
  • Wenn der Kopf stecken geblieben ist und nach ein paar Tagen nicht von selbst hinausfällt
  • Falls Rötungen oder Schwellungen auftreten

Wie kann ich einem Zeckenbefall beim Zwergpinscher vorbeugen?

1. Impfung
Eine Impfung gegen Borreliose schützt zwar nicht vor den Zecken selbst, kann eine Ansteckung mit der gefährlichen Krankheit jedoch verhindern. Allerdings schützt die Impfung nicht vor allen Erregerarten und ist somit umstritten.

2. Spot-On
Der Wirkstoff vergiftet die Zecke nach einem Biss.

3. Knoblauch
Ein wenig Knoblauch unters Futter gemischt, soll Zecken und andere unliebsame Gäste vom Hund fernhalten. Da Knoblauch jedoch giftig für den Hund ist, wenn er in falscher Dosierung verabreicht wird, ist diese Zeckenprävention umstritten.

4. Zeckenspray/Zeckenpuder
Damit wird der Hund eingesprüht bzw. eingerieben. Wirkt nur kurzzeitig und hat einen geringen Effekt.

5. Absuchen
Regelmäßige Kontrollen auf Zecken beim Hund und das zeitnahe Entfernen ist bisher immer noch die beste Prävention.
Ist ein Zeckenhalsband für den Zwergpinscher sinnvoll?

6. Zeckenhalsband

Ein Zeckenhalsband ist sicherlich nicht ganz ungefährlich für Hund und Halter. Es beinhaltet wie andere Produkte zur Parasitenbekämpfung ein Nervengift, welches die Zecken abtöten soll. Allerdings wird das Halsband permanent vom Hund getragen, wodurch auch er dem Gift über einen längeren Zeitraum hinweg ausgesetzt ist. Durch die Haut können Inhaltsstoffe aus dem Zeckenhalsband aufgenommen werden und auch durch Lecken gelangen Giftstoffe in den Körper.

Für andere Hunde ist das Nervengift ebenfalls gefährlich. Spielt der Zwergpinscher mit Artgenossen, können diese das Halsband packen und so das Nervengift aufnehmen. Auch der Mensch ist diesen Stoffen durch Streicheln und Kontakt ausgesetzt. Besonders Kindern sollte darum der Umgang mit dem Hund verboten werden, solange dieser ein Zeckenhalsband trägt.

Wichtig: Baden Sie den Hund nicht, solange er das Zeckenhalsband trägt, und lassen Sie ihn draußen nicht in Seen und andere Gewässer zum Planschen. Giftstoffe könnten in den Wasserkreislauf gelangen und das empfindliche Ökosystem stören.


Zwergpinscher und Milben

Auch Milben gehören zu den Spinnentieren. Sie sind Auslöser für starken Juckreiz und diverse Krankheiten. Die bekanntesten Milben beim Hund sind:

  • Haarbalgmilben (Auslöser von Demodikose)
  • Grasmilben
  • Ohrmilben
  • Grabmilben/Räudemilben

Wie erkenne ich Milben beim Zwergpinscher?

Manchmal verläuft ein Befall symptomlos. Kommt es zu einer krankheitsbedingten Schwächung des Immunsystems des Hundes, vermehren sich die zuvor tolerierten Milben plötzlich explosionsartig und es können folgende Symptome auftreten:

  • Starker Juckreiz und häufiges Kratzen oder Beißen der betroffenen Stellen
  • Kahle Stellen im Fell
  • Schuppen
  • Allergische Reaktionen
  • Faltenbildung der Haut
  • Ekzeme
  • Grasmilben sind orangerot und mit bloßem Auge zu erkennen
  • Krümeliges schwarzes Sekret in Ohrmuschel und Gehörgang sind ein Indiz für Ohrmilben
  • Kopfschiefhaltung (Ohrmilben)
  • Milben besiedeln bevorzugt den Kopf und die Ohren, Zehenzwischenräume und den Bauch

Mein Zwergpinscher hat Milben im Ohr – Was tun?

Hält der Zwergpinscher den Kopf dauerhaft schief, kratzt sich oft die Ohren und schüttelt auffallend häufig den Kopf, so sollten die Ohren von einem Tierarzt gründlich untersucht werden. Vermutlich sind sie von Ohrmilben befallen, welche den äußeren Gehörgang und die Ohrmuschel besiedeln und für einen fürchterlichen Juckreiz sorgen.

Auch eine übermäßige Produktion von Ohrenschmalz oder ein krümeliges Sekret sind ein Hinweis auf einen Parasitenbefall. In besonders schweren Fällen wird sogar der Gleichgewichtssinn des Zwergpinschers gestört und es kommt zu unkoordinierten Bewegungen.

Das ständige Kratzen kann die Situation dabei noch erheblich verschlimmern, wenn sich die dadurch entstandenen Wunden entzünden oder sich infizieren. Manchmal sind Mittelohrentzündung oder gar Taubheit die Folgen, wenn der Hund nicht rechtzeitig behandelt wird.

Versuchen Sie die Ohrmilben beim Zergpinscher nicht selbst zu behandeln, sondern suchen Sie immer einen Tierarzt auf. Er wird die Wunden versorgen und desinfizieren, das Ohr gründlich reinigen und mit einer Salbe oder Tropfen die übrig gebliebenen Milben abtöten.

Wichtig: Ähnlich wie bei einem Flohbefall, sollte bei Milben auch immer die Umgebung des Hundes mitgereinigt werden, um die Plagegeister erfolgreich loszuwerden.


Giardien – Was ist das?

Diese einzelligen Geißeltierchen besiedeln bevorzugt den Dünndarm. Dort ernähren sich die Parasiten vom Darminhalt des Hundes und können die Schleimhaut schädigen. Eine Erkrankung mit Giardien ist beim Zwergpinscher oft nur schwer zu erkennen, da ein Befall häufig ohne Symptome einhergeht.

Wie steckt sich der Zwergpinscher mit Giardien an?

Infizierte Tiere scheiden mit ihrem Kot Zysten aus, welche von den Giardien zuvor gebildet wurden. Diese Zysten sind sehr hartnäckig und können Tage bis Wochen in der Umwelt überleben. Um zu erkranken, muss der Zwergpinscher diese Zysten aufnehmen. Dies kann passieren, wenn:

  • der Hund den Kot anderer Tiere frisst
  • infiziertes Wasser getrunken wird (Zysten überleben länger im Wasser)
  • der Zwergpinscher Aas verspeist
  • kontaminiertes Futter gefressen wird
  • der Kontakt zu anderen erkrankten Hunden gegeben ist

Woher weiß ich, ob mein Hund von Giardien betroffen ist?

Die Symptome bei einem Giardienbefall sind nicht immer eindeutig und könnten auch Hinweise auf andere Erkrankungen sein. Folgende Anzeichen sollten Sie dennoch aufhorchen lassen:

  • schleimiger oder blutiger Durchfall
  • unerklärlicher Gewichtsverlust trotz gesundem Appetit
  • Erbrechen
  • Bauchkrämpfe und Schmerzen
  • Abgeschlagenheit
  • Wachstumsverzögerungen bei jungen Hunden

Eindeutig lässt sich ein Giardienbefall nur beim Tierarzt im Labor feststellen. Dazu benötigt dieser eine Sammelkotprobe von drei Tagen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es gegen Giardien beim Zwergpinscher?

Bestätigt der Tierarzt den Giardienverdacht, so wird umgehend eine Therapie mit Antibiotikum eingeleitet. Zusätzlich erhält der Hund eine Wurmkur, welche nach spätestens 21 Tagen wiederholt werden muss. Bei mehreren Hunden im Haushalt sollten natürlich immer alle Vierbeiner behandelt werden.

Maßnamen zur Vorbeugung

  • regelmäßige Wurmkuren
  • alle Näpfe täglich mit heißem Wasser reinigen
  • Hundekot auf Spaziergängen gewissenhaft einsammeln und entsorgen
  • Textilien heiß waschen oder mit Dampfreiniger behandeln (min. 60°C)
  • Fußböden regelmäßig heiß wischen

Wichtig: Giardien gehören zu den Zoonosen. Das heißt, diese Krankheit kann sowohl vom Hund auf den Menschen, als auch umgekehrt übertragen werden. Ist ihr Zwergpinscher von Giardien betroffen, so verbannen Sie ihn besser aus dem Bett und vom Sofa. Auch das Händewaschen nach Hundekontakt sollte obligatorisch sein.

Hatten Sie schon mal Probleme mit Parasiten? Wie haben Sie sich geholfen? Bitte hinterlassen Sie einen Kommentar!

 

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