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Zwergpinscher Erziehung – Tipps und Tricks


Warum ist Erziehung für den Zwergpinscher wichtig?

Jedem Hund sollte eine gute Erziehung zu Teil werden, und zwar von Welpenbeinen an.

Dies gilt nicht nur für große und schwere Vierbeiner, sondern ebenso für kleine Hunderassen, wie den Zwergpinscher.

Wer dies versäumt oder auf die leichte Schulter nimmt, bekommt später unter Umständen ernsthafte Probleme und einmal eingeschliffene negative Verhaltensweisen sind dem Vierbeiner nur schwer wieder abzutrainieren.

Stellen Sie sich folgenden Szenarien vor:

  • Der Hund kläfft pausenlos, wenn Sie ihn alleine lassen
  • Er zerstört Schuhe, Kissen und Mobiliar
  • Er springt an fremden Menschen und Gästen hoch oder bellt diese an
  • Der Zwergpinscher jagt im Freien andere Tiere oder tötet diese sogar
  • Das Geschäft wird drinnen verrichtet, am besten auf dem teuren Teppich
  • Draußen zerrt der Zwergpinscher an der Leine und verbellt jeden, der ihm zu nahe kommt
  • Leinen Sie den Zwergpinscher einmal ab, so kommt er nicht zu ihnen zurück und Sie müssen ihn mühsam wieder einfangen

Wer das Training vernachlässigt, bekommt es sicherlich mit ein oder mehreren dieser unerwünschten Verhaltensweisen zu tun. Keine schönen Aussichten für zukünftige Zwergpinscherhalter. Tatsache ist allerdings, dass besonders bei kleinen Rassen viel zu viel verziehen wird und die Besitzer häufig nicht konsequent genug sind.


Wie kann eine Hundeschule mir und meinem Zwergpinscher helfen?

Eine Hundeschule kann Sie von Anfang an unterstützen. Sie lernen dort, die Körpersprache des Hundes richtig zu deuten und wie gute Kommunikation zwischen Mensch und Tier funktioniert.

Damit Ihr Zwergpinscher lernt, Ihnen zu vertrauen, die gewünschten Verhaltensweisen zeigt und Kommandos korrekt ausführt. Natürlich wird Ihnen dort auch gezeigt, wie Sie optimal mit dem Zwergpinscher trainieren und ihm die Grundkommandos richtig beibringen.

Doch nicht nur das. Schon der Welpe zieht großen Nutzen aus frühen Welpenspielstunden und dem Kennenlernen von anderen Artgenossen verschiedener Größen. Es trägt viel zu einem guten Sozialverhalten bei und der Zwergpinscher ist auch später aufgeschlossen und freundlich gegenüber anderen Hunden. Außerdem ist das Spielen und Raufen mit Gleichaltrigen ein großer Spaß!

Ist das Training im Grundgehorsam abgeschlossen, so bieten viele Hundeschulen auch andere Aktivitäten für das Hund-Herrchen-Gespann an. Die Begleithundeprüfung oder diverse Sportarten, wie Agility oder Dogdancing. Wer ehrgeizig ist, kann sogar an Wettbewerben teilnehmen und sich mit anderen messen.

Nicht zu vernachlässigen ist auch der Spaß für Herrchen oder Frauchen, den das Training in einer Hundeschule mit sich bringt. Sie lernen andere Hundebesitzer kennen, können sich austauschen, aus Fehlern gemeinsam lernen und Erfolge zusammen feiern.

Was ist außerhalb der Hundeschule noch wichtig?

Der Hund sollte möglichst früh mit allem vertraut gemacht werden, was ihm in seinem Leben begegnen wird. Beispielsweise:

  • Straßenverkehr, Fahrzeuge und Lärm
  • Verschiedene Untergründe (Asphalt, Wiese, Schnee, Matsch, …)
  • Öffentliche Verkehrsmittel / Autofahren
  • Aufzüge / Treppen
  • Tierarztpraxis
  • Staubsauger
  • Menschen verschiedenen Alters (Baby, Kleinkind, ältere Menschen)
  • Andere Haustiere / Wildtiere
  • Unterschiedliche Orte (Wald, Stadt, Park, Strand …)

Was der Zwergpinscher Welpe bereits kennenlernen durfte, macht ihm bei späteren Begegnungen keine Angst mehr.

Wer also besonders im ersten Lebensjahr etwas Zeit in Sozialisation und Training investiert, erhält einen wohlerzogenen Hund, der überall gern gesehen ist, mit dem sich das Zusammenleben unproblematisch gestaltet, der familienfreundlich ist, sich mit Artgenossen versteht und rundum ein toller Partner wird.


Zwergpinscher Erziehungstipps – Grundregeln

Konsequenz

Bleiben Sie bei einmal aufgestellten Regeln, und zwar ohne Ausnahme! Ansonsten wird der Zwergpinscher ein einmal gewonnenes Recht immer wieder vehement einfordern. Soll der Hund später nicht im Bett oder auf der Couch schlafen, so kommunizieren Sie dies von Anfang an klar und deutlich. Ist Betteln unerwünscht, so weisen Sie auch Besucher darauf hin, dem Vierbeiner nichts zu geben. Denn egal, wie niedlich der Welpe zwischen den Sofakissen ausschaut oder wie lustig es anmutet, wenn der kleine Zwergpinscher den viel größeren Rottweiler ankläfft: Jedes Verhalten, dass Sie durchgehen lassen, wird vom Vierbeiner als Bestätigung angesehen, das sein Verhalten richtig ist. Solche Verhaltensweisen später wieder abzutrainieren wird mühsam. Besser: Nein heißt nein, und zwar immer!

Lernumfeld

Damit sich der Zwergpinscher auf das Training konzentrieren kann, sollte es zunächst in einer Umgebung stattfinden, in der es wenig bis gar keine Ablenkung gibt und der Hund sich sicher fühlt. Beispielsweise der heimische Garten oder die Wohnung. Führt der Hund Kommandos dort tadellos aus, so können die Übungen an andere Orte verlegt werden, wo es für den Vierbeiner Zerstreuung gibt. Zum Beispiel im Park, beim Spazierengehen oder bei Freunden. Schnell lernt der Hund, dass Befehle immer und überall Gültigkeit haben, und wird Kommandos zuverlässig ausführen.

Timing

Hunde beziehen Lob oder Tadel immer auf die aktuelle Situation. Darum ist es enorm wichtig, punktgenau zu belohnen oder mit dem Vierbeiner zu schimpfen. Sind Sie nur einige Sekunden zu spät, so bezieht der Zwergpinscher Ihre Begeisterung womöglich nicht mehr auf das zuvor ausgeführte gewünschte Verhalten. Es macht auch wenig Sinn, den Hund für etwas zu tadeln, das bereits in der Vergangenheit liegt, wie etwa ein kleines Geschäft in der Wohnung oder das Zerkauen der Schuhe.

Geduld

Üben Sie sich in Geduld, wenn Sie mit Ihrem Zwergpinscher trainieren. Nur in den seltensten Fällen wird der Hund sofort begreifen, was Sie von ihm wollen. In der Regel bedarf es stattdessen vieler Wiederholungen, um einen gewünschten Befehl korrekt auszuführen. Üben Sie darum zu Beginn nur wenige Minuten pro Tag und schließen Sie immer mit einem Erfolgserlebnis ab. Versuchen Sie zudem neue Kommandos erst einzuführen, wenn der zuvor trainierte Befehl einwandfrei klappt.
Hat der Zwergpinscher mal keine rechte Lust, so brechen Sie eine Lerneinheit besser ab und enden Sie ebenfalls mit einem Erfolgserlebnis. Bleiben Sie stets gelassen und werden Sie nicht genervt oder gar aggressiv, wenn es mal nicht nach Ihren Vorstellungen läuft. Auf keinen Fall sollten Sie den Hund schlagen! Dies zerstört nachhaltig das Vertrauen in Sie und macht das Training zu einer unliebsamen Erfahrung.


Welpen Erziehung: Der 8-Wochen-Trainingsplan für Welpen. Plus Junghund-Training vom 5. bis 12. Monat

Buch Welpen Erziehung
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Ein Muss für jeden neuen Welpen Besitzer:
8 Wochen Trainingsplan für die ersten Wochen. Danach gibt es Junghund Aufgaben für die Monate 5-12

Ein tolles Buch für das erste Jahr zusammen. In dem Buch findet man wirklich viele hilfreiche und nahezu in jeder Lage anwendbare Tipps und Tricks. Gerade für Hundeanfänger ist dieses Buch zu empfehlen.

Das Buch gliedert sich in Allgemeine Tipps, einen 8-Wochen-Trainingsplan für Welpen und Trainingseinheiten für Junghunde.

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Welpensprache verstehen lernen.
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Für jede Woche gibt es ca. 8 Aufgaben, wobei es sich um neue Aufgaben (z.B. Übung „Platz“ lernen) oder aber Vertiefungsaufgaben (z.B. Übung „Sitz“ vertiefen) handelt.

Natürlich schafft man nicht immer alle Aufgaben innerhalb einer Woche zu lernen, dann kann man ja einfach so lange in dieser Woche verweilen, bis man „fertig“ ist.

Themen:

  • Allgemeine Tipps
  • Training für die ersten acht Wochen
  • Körpersprache der Welpen
  • Junghund Training ab 5 Monaten
  • Welche Probleme können auftreten + Tipps
  • Notizbuchmöglichkeit zur Lernkontrolle + Dokumentation der Fortschritte

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Alle wichtigen Kommandos und gewünschte Verhaltensweisen werden erklärt, trainiert und dokumentiert.

Jede Übung wird Schritt für Schritt erklärt.
Jede Übung wird Schritt für Schritt erklärt.

Unter anderem: Stubenreinheit, Kommen auf Ruf und Pfiff, Sitz, Schau, An- und Ableinen, Platz, Verhalten im Café, Anspringen vermeiden, Bei Fuß, Bleib, Zerren an der Leine abstellen, Warten beim Aussteigen aus dem Auto, usw.

Ganz hinten im Buch ist auch ein Plan welcher als Vorlage für seine eigenen Notizen dienen kann.

Kurz gefasst im Buch steht alles drin was man im ersten Jahr für die Erziehung des Welpen wissen muss.

Absolute Kauf-Empfehlung für neue Hundebesitzer!

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Was sollte direkt nach dem Zwergpinscher Welpenkauf beachtet werden?

Zieht der Zwergpinscher Welpe bei Ihnen ein, beginnt auch schon der Ernst des Lebens. In den ersten Monaten werden wichtige Grundregeln gelernt und die Weichen für das spätere Zusammenleben gestellt. Wenn Sie in dieser sensiblen Zeit gewissenhaft vorgehen, lernt der Welpe aber schnell, was er darf und was nicht.
So bringen Sie dem Zwergpinscher seinen Namen bei

Normalerweise soll mit Rufen des Namens erreicht werden, dass Sie die Aufmerksamkeit des Vierbeiners erlangen und ihm anschließend einen Befehl erteilen. Einige Besitzer hingegen bevorzugen das Kommen des Hundes auf Zuruf seines Namens.

So trainieren Sie die jeweils gewünschte Variante:

1. Der Hund soll zu Ihnen kommen
Rufen Sie den Zwergpinscher immer dann mit freudiger Stimme beim Namen, wenn gerade etwas Tolles ansteht: Wenn Sie Gassigehen möchten, sein Futter fertig ist, Sie mit ihm spielen möchten oder es einen schmackhaften Leckerbissen gibt. Der kleine Vierbeiner wird sehr schnell merken, dass der Klang seines Namens stets mit etwas Angenehmem verknüpft ist, und wird gern zu Ihnen kommen. Gehen Sie genauso vor, wenn Sie dieses Verhalten beim Kommando „Hier“ oder „Komm“ wünschen.

2. Sie möchten die Aufmerksamkeit erlangen
Diese Variante ist ein wenig schwieriger zu trainieren. Am besten halten Sie kleine Leckerbissen bereit, um den Hund im gewünschten Verhalten positiv zu bestärken. Auch hier rufen Sie den Hund zunächst in einem lockenden oder freundlichen Tonfall. Sieht er zu Ihnen hin, so folgt sofort ein überschwängliches Lob und die kleine Leckerei. Trainieren Sie dies einige Male hintereinander und aus verschiedenen Winkeln und Abständen zum Hund.
Grenzen setzen

Alles, was der Welpe nicht darf, sollte ihm von Anfang an vermittelt werden. Dazu gehört nicht nur, dass er sein Geschäft nicht in der Wohnung verrichten soll. Auch das Buddeln in Blumentöpfen, das Kauen an Stuhlbeinen, Zernagen von Sofakissen, Anbellen des Postboten oder Wühlen im Mülleimer ist nicht erwünscht und sollte von daher direkt konsequent getadelt werden. Welpen lernen schnell und verstehen die Regeln des Zusammenlebens meist innerhalb kürzester Zeit, solange Sie die oben genannte Grundregel der Konsequenz beherzigen. Fehlverhalten sollte nicht ein einziges Mal toleriert werden!

Wie wird mein Zwergpinscher stubenrein?

Für den Besitzer sicher eines der wichtigsten Dinge, die der Zwergpischerwelpe zu lernen hat: Die Stubenreinheit. Wie schnell oder langsam dieser Lernprozess vonstattengeht, hängt dabei nicht unwesentlich von Ihrer Konsequenz und Beobachtungsgabe ab. Folgende Tipps zur Stubenreinheit haben sich bewährt:

  1. Gehen Sie mit dem Welpen in regelmäßigen Abständen (z.B. alle 2 Stunden) nach draußen oder lassen Sie ihn in den Garten. Auch nachts!
  2. Gehen Sie immer nach dem Fressen, Schlafen und Spielen für wenige Minuten vor die Tür oder wenn der Welpe auffällig schnüffelt und unruhig hin und her läuft. Dies sind Zeitpunkte, an denen der kleine Zwergpinscher sich fast immer lösen muss.
  3. Seien Sie geduldig. Draußen gibt es so viel Spannendes zu sehen, da kann der Zwerg schon mal vergessen, dass er eigentlich dringend musste.
  4. Loben Sie überschwänglich, wenn der Hund sein Geschäft draußen verrichtet.
  5. Füttern Sie den Welpen stets zu festen Zeiten. So wird auch der Kotabsatz regelmäßig erfolgen und Sie können Spaziergänge danach ausrichten.
  6. Manchmal klappt es ein Kommando einzuführen, wie „Mach Pipi“ oder „Mach Häufchen“. Diese Kommandos sollten immer gegeben werden, wenn der Hund sich gerade löst, und können später von großem Nutzen sein: Auf Reisen, für die Urinprobe beim Tierarzt oder wenn es vor dem Zubettgehen noch schnell eine letzte Gassirunde gedreht wird.
  7. Erwischen Sie den Zwergpinscher auf frischer Tat, wie er gerade in die Wohnung macht, so rufen Sie laut „Nein“ oder „Pfui“ und bringen Sie ihn in nach draußen. Warten Sie dort, bis er sein Geschäft vollendet, und loben Sie ihn freudig. Entdecken Sie das Malheur erst später, so hat Schimpfen jedoch keinerlei Sinn und Sie sollten das Häufchen kommentarlos beseitigen, während der Hund im Nebenzimmer wartet.

Für Notfälle:
Eine Welpentoilette oder saugfähige Unterlage kann vor allem nachts eine große Hilfe sein. Besonders, wer keinen Garten hat und nicht um 3 Uhr morgens hinunter auf die Straße möchte. Ebenfalls bieten Sie dem Welpen so einen Ort sich zu lösen, wenn er längere Zeit alleine bleiben muss. Wichtig ist, dass die Toilette immer am selben Ort steht (z.B. Badezimmer).


Wie bringe ich dem Zwergpinscher die Grundbegriffe bei?

Wenn Sie mit dem Welpen oder erwachsenen Zwergpinscher trainieren, halten Sie für diese Gelegenheiten am besten spezielle und besonders schmackhafte Leckerlis bereit, um den Hund ausreichend zu motivieren. Käsestückchen sind für Vierbeiner zum Beispiel ein enormer Anreiz mitzumachen. Zerteilen Sie solche Leckereien in winzig kleine Portionen, damit die Figur des Pinschers keinen Schaden nimmt.
Sie können allein mit verbalen Kommandos trainieren, oder führen für jeden Befehl ein bestimmtes Handzeichen ein. Eine Kombination aus beidem ist natürlich auch denkbar.

Kommando Sitz

Dies ist meistens das erste Kommando, welches dem Hund beigebracht wird. Stellen Sie sich dazu vor den Vierbeiner und zeigen Sie ihm das Leckerli in Ihrer Hand. Bewegen Sie nun die Hand auf den Hund zu und über seinen Kopf hinweg. Der Zwergpinscher hat den Leckerbissen mittlerweile längt gerochen und wird versuchen, ihn nicht aus den Augen zu verlieren. Er wird ihrer Hand mit der Nase folgen und den Blick nach oben richten. Viele Hunde setzen sich nun von ganz alleine hin, um Sichtkontakt zu halten, da es in dieser Position angenehmer ist. Dies ist der Moment, in dem Sie das Kommando „Sitz“ geben und das Leckerli freigeben. Üben Sie dies mehrmals hintereinander, bis der Hund schließlich allein beim „Sitz“ bereits in die gewünschte Position geht.

Kommando Platz

Für diese Übung ist es von Vorteil, wenn der Zwergpinscher den Befehl „Sitz“ bereits gut verinnerlicht hat. Bringen Sie ihn also in diese Position und halten Sie anschließend ein Leckerli in der hohlen Hand vor die Nase des Hundes. Wichtig: Er sollte den Leckerbissen riechen können, aber nicht erreichen.
Senken Sie nun die Hand langsam Richtung Boden. Die Hundenase wird normalerweise weiterhin interessiert daran schnüffeln. Berühren Sie schließlich den Boden, so ziehen Sie die Hand zu sich hin und weg vom Hund. Wenn nun alles gut geht, wird der Hund sich strecken und hinlegen. Falls dies geschieht, sagen Sie „Platz“ und reichen Sie die Belohnung. Einige Hunde legen sich jedoch nicht direkt hin, sondern stehen auf und folgen der Hand. In diesem Fall gehen Sie einen Schritt zurück, lassen den Zwergpinscher wieder „Sitz“ machen und fangen von vorne an.

Kommando Steh

Üben Sie zunächst, wenn der Hund sitzt. Stellen Sie sich nun neben oder vor ihn hin, halten Sie einen Leckerbissen in der Hand und vor seine Nase. Führen Sie nun die Hand vom Hund weg. Er wird in der Regel aufstehen, um weiterhin an Ihrer Hand zu riechen zu können. Bingo! Geben Sie in diesem Moment das Kommando „Steh“ und loben. Unterstützend können Sie auch mit der anderen Hand an die Leiste greifen und den Hund sanft nach oben ziehen. Genauso gehen Sie vor, wenn der Hund im Platz liegt. Das Leckerli wird ihm vor die Nase gehalten und anschließend außer Reichweite gebracht. Vergrößern Sie nach und nach dem Abstand zum Hund und arbeiten Sie schließlich nur noch mit dem Befehl.

Kommando Bleib

Auch hier können Sie wieder auf die zuvor gelernten Befehle aufbauen. Lassen Sie den Hund zunächst „Sitz“ oder „Platz“ machen und erteilen Sie anschließend das Kommando „Bleib“. Entfernen Sie sich nun sehr kurz für ein oder zwei Schritte von Ihrem Vierbeiner und gehen Sie anschließend wieder auf ihn zu und reichen ihm eine Belohnung, falls er brav sitzen- bzw. liegen geblieben ist. Steht er hingegen auf und will ihnen folgen, so wird er wieder in die Ausgangsposition gebracht. Vergrößern Sie langsam die Abstände zum Hund und lassen Sie ihn immer ein bisschen länger auf Sie warten. Irgendwann wird es sogar möglich sein, dass Sichtfeld des Hundes zu verlassen und kurz in den Nebenraum zu gehen, während der Zwergpinscher brav auf Sie wartet.

Kommando Aus

Mit diesem Befehl soll erreicht werden, dass der Zwergpinscher etwas aus seinem Maul freigibt, das dort nicht hingehört: Ein Pantoffel, die Fernbedienung, ein anderes Tier oder das Bein des Postboten. Dies ist ein sehr wichtiges Kommando, wenn es beherrscht wird, denn so können Sie den Hund auch auf Spaziergängen davon abhalten Dinge aufzulesen und zu fressen (wie die gefürchteten Giftköder).

Sie können auf zwei verschiedene Weisen trainieren:

1. Spielen Sie mit dem Zwergpinscher (z.B. ein Zerrspiel) und geben Sie nach einer Weile den Befehl „Aus“, damit der Hund von seiner „Beute“ ablässt. Dies wird er in der Regel jedoch nicht freiwillig tun. Öffnen Sie darum sanft das Maul des Vierbeiners und befreien Sie so das Spielzeug. Gibt er es schließlich frei, loben Sie und geben Sie ein Leckerli. Anschließend erhält er das heiß geliebte Spielzeug sofort zurück. Der Hund lernt, Ihnen zu vertrauen, da Sie die Beute nicht stehlen, sondern sie sofort wieder zurückgeben.

2. Auch hier geben Sie wieder während des Spielens den Befehl, bieten diesmal aber eine interessantere Alternative zur aktuellen „Beute“ an, wie etwa ein anderes Spielzeug oder einen besonderen Happen. Der Zwergpinscher wird rasch verstehen, dass es sich lohnt, das Kommando auszuführen und das Spielzeug fallen zu lassen, da er dafür ja eine bessere Alternative erhält.

Kommando Nein

Dieser Befehl wird in der Regel gegeben, wenn der Zwergpinscher gerade etwas Unerwünschtes tut und dies gefälligst unterlassen soll. Beispielsweise wenn er unerlaubterweise aufs Bett springt, am Vorhang zerrt oder im Blumenbeet buddelt. Dementsprechend schwer ist es, das Kommando zu trainieren, denn Sie müssen Ihren Vierbeiner schon auf frischer Tat ertappen, um es beibringen zu können.
Zeigt er jedoch einmal solch ein Fehlverhalten, so sagen Sie laut und bestimmt „Nein“ und bauen Sie sich vor dem Zwergpinscher auf. Der Hund wird an Ihrer Tonlage und Haltung merken, dass er gerade Mist gebaut hat.


Den Zwergpinscher an der Leine führen

Es macht keinen Spaß, mit einem Hund Gassi zu gehen, der permanent an der Leine zieht. Selbst, wenn er so klein wie der Zwergpinscher ist und maximal 6 kg wiegt. Damit das tägliche Spazierengehen für alle Beteiligten angenehm und entspannt verläuft, helfen diese Tipps:

  1. Üben Sie zunächst in einer reizarmen Umgebung, beispielsweise im Garten.
  2. Legen Sie die Leine vor dem Welpen ab und warten Sie, bis er diese beschnüffelt. Loben Sie ihn dafür.
  3. Leinen Sie ihn an, heben Sie die Leine aber nicht auf. Der Hund sollte keine Angst haben, wenn er das unbekannte Objekt klappernd hinter sich herzieht. Dies ist wichtig, damit er später auf Spaziergängen nicht in Panik gerät, wenn Sie die Leine einmal fallen lassen sollten.
  4. Halten Sie die Leine anschließend locker in der Hand und gehen Sie langsam los. Weigert sich der Hund zu folgen und stemmt sich dagegen, so widerstehen Sie der Versuchung ihn zu sich zu ziehen. Arbeiten Sie stattdessen mit positiver Verstärkung, indem Sie dem Welpen ein Leckerchen anbieten, ihn mit sanfter Stimme locken oder ein Spielzeug zeigen. Kommt er neugierig zu Ihnen und die Leine hängt wieder locker durch, so loben Sie ihn ausgiebig.
  5. Wirft der Welpen sich hingegen in die Leine und prescht stets vor, so bleiben Sie einfach stehen. Der Zwergpinscher wird sich nach Ihnen umschauen, um zu sehen, warum es nicht weiter geht. Dies ist der Moment, in dem Sie sich umdrehen und einfach in eine andere Richtung weitergehen. Läuft er wieder vor und zerrt an der Leine geht das Spiel von vorne los. Der Welpe wird schnell merken, dass er mit diesem Verhalten nicht weit kommt.
  6. Orientiert sich der Hund schließlich erfolgreich an Ihnen und läuft an lockerer Leine neben Ihnen her, so bestärken Sie ihn mit Worten oder Leckereien in diesem Verhalten.

Tipp:
Zum Üben der Leinenführigkeit sind ausziehbare Flexileinen nicht geeignet. Hier muss der Hund beim Laufen nämlich ein gewisses Maß an Zug anwenden und die Leine ist dauerhaft gespannt. Benutzen Sie darum fürs Training besser eine einfache Leine mit einer konstanten Länge. So lernt der Welpe, wie weit er gehen kann, ehe die Leine spannt.


Den Zwergpinscher alleine lassen – Wie geht das?

Ohne sein Rudel fühlt sich der Zwergpinscher einsam und unsicher. Doch besonders für Berufstätige ist es unerlässlich, den Zwergpinscher tagsüber jeweils für einige Stunden alleine zu lassen.

Auch sonst gibt es genügend Situationen, in denen der Hund vielleicht nicht mit kann und zu Hause warten muss: Eine Geburtstagsfeier, der Wocheneinkauf oder zum Arztbesuch. Damit solch eine Trennung auf Zeit nicht in Stress ausartet und der Zwergpinscher womöglich in Ihrer Abwesenheit dauerhaft bellt oder jault, sollten Sie ihn so früh wie möglich daran gewöhnen, auch mal ein paar Stunden alleine zu sein.

  1. Verlassen Sie für wenige Augenblicke den Raum und gehen Sie ins Nachbarzimmer. Die Tür bleibt dabei offen. Die ersten Male wird der Welpen Ihnen vielleicht noch folgen, er merkt aber schnell, dass Sie stets wiederkommen.
  2. Gehen Sie nun in einen anderen Raum (z.B. das Bad) und schließen Sie die Türe hinter sich. Wartet der Welpen brav und kratzt nicht an der Türe, so kommen Sie nach wenigen Augenblicken wieder hinaus.
  3. Scharrt der Hund jedoch oder bellt, so warten Sie, bis er sich beruhigt hat, und öffnen Sie erst dann die Türe wieder.
  4. Verlassen Sie immer ohne Kommentar oder Abschiedsszene das Zimmer. Es soll für den Hund etwas Selbstverständliches werden, dass Sie hin und wieder kurz weg sind.
  5. Stellen Sie sicher, dass der Hund stets sieht, wie Sie den Raum verlassen. Schläft er beispielsweise gerade, wacht auf und glaubt er sei alleine, so bekommt er womöglich Verlustängste.
  6. Denen Sie die Zeitintervalle aus, in denen Sie den Hund alleine lassen. Schließen Sie die Küchentür beim Kochen oder gehen Sie ausgiebig duschen.
  7. Anschließend kommt die Feuerprobe: Sie verlassen kurz das Haus oder die Wohnung. Machen Sie nicht den Fehler und bleiben Sie vor der Haustüre stehen und lauschen, ob der Hund sich benimmt. Der Zwergpinscher wird merken, dass Sie dort warten. Besser Sie gehen zum Bäcker oder Nachbarn.
  8. Betreten Sie die Wohnung erst, wenn Sie kein Jaulen oder Winseln vernehmen. Ansonsten verknüpft der Zwergpinscher sein Bellen mit Ihrer Rückkehr und wird immer wieder versuchen, Sie so herbeizurufen.

 


Was ist Klickertraining?

Beim Klickertraining wird mit einem kleinen Knackfrosch gearbeitet, der beim Drücken ein stets gleiches Klick-Geräusch verursacht. Dieses akustische Signal soll dem Hund verdeutlichen, dass sein gerade gezeigtes Verhalten richtig ist. Bei dieser Art des Trainings wird immer wie folgt vorgegangen:

  1. Der Hund zeigt das gewünschte Verhalten, z.B. nach einem Kommando wie „Sitz“.
  2. Genau in dem Moment, wo der Zwergpinscher sich setzt, ertönt das „Klickern“.
  3. Anschließend wandert die Hand zu den Leckerlis und es wird eine kleine Belohnung gereicht.

Damit das Klickertraining erfolgreich verläuft, muss der Hund natürlich zunächst den Zusammenhang zwischen dem Geräusch und der darauf folgenden Belohnung herstellen. Rufen Sie dazu Ihren Vierbeiner und erlangen Sie seine Aufmerksamkeit. Lassen Sie nun ein „Klick“ ertönen. Kurz darauf erhält der Hund die Leckerei.

Wiederholen Sie diesen Vorgang mehrere Male. Falls der Zwergpinscher vor dem lauten Geräusch erschrickt, dämpfen Sie die Lautstärke etwas, indem Sie den Knackfrosch zunächst in die Hosentasche stecken oder hinter dem Rücken halten. Schon bald hat der Hund verinnerlicht, dass ein Klick, das Versprechen auf eine Belohnung ist. Und genau dies machen Sie sich beim Klickertraining zu Nutze.

Sie können die oben genannten Grundkommandos ebenfalls gut mit dem Klicker üben oder veranlassen den Hund zum kreativen Mitdenken. Erfahrene Klicker-Hunde bieten nämlich oftmals von sich aus verschiedene Verhaltensweisen an, wenn bei neuen Situationen oder Aufgaben kein „Klick“ erfolgt. Sie probieren also aus, was gewünscht sein könnte, damit der Knackfrosch gedrückt wird und sie die Belohnung ergattern.

Tipp: Hunde Clicker-Box

Hunde Clicker BoxDie Zwergpinscher-Erziehung wird mit einem Klicker wesentlich einfacher. Mit dieser Art Knackfrosch sind Sie blitzschnell in der Lage Ihrem Zwergpinscher ein Feedback zu geben.

Dank der 36 in sich geschlossenen Übungseinheiten auf Trainingskarten können Sie immer und überall mit Ihrem Zwergpinscher clickern. Das macht nicht nur Spaß, sondern fordert gleichzeitig Körper und Geist des Hundes.

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Was ist in der Box?

Clicker: Dank dem beigelegten extra leicht zu bedienenden Clicker, steht dem sofortigen Training nichts im Weg.

Begleitbuch: Hier werden die wichtigsten Grundlagen erklärt und die häufigsten Fragen zum Clickertraining erklärt.

36 Trainingskarten: Ob Clicker-Basics (5 grüne Karten), Grunderziehung (14 gelbe Karten) oder Tricks (17 blaue Karten): auf jeder Karte eine neue Übung – Schritt für Schritt erklärt.

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Clicker Box mit Handbuch, Trainingskarten, Clicker und praktischer Box. Mehr Infos dazu auf Amazon

Die Hunde-Clickerbox ist für Einsteiger ein tolles Gesamtpaket, mit dem man den leichten Einstieg ins Clickern findet.

Clickern ist durchaus auch für ältere Hunde geeignet und macht Tier und Halter Spaß, wenn man die Fortschritte so gut beobachten kann. Die Konditionierung auf den Clicker geht relativ schnell und darauf kann gut aufgebaut werden.

Die enthaltenen Karten sind robust und in einem handlichen Format. Der mitgelieferte Clicker ist für den Anfang in Ordnung – später empfehle ich den mitgelieferten Klicker durch einen Klicker mit Armband zu ersetzen.

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Haben Sie noch einen Tipp für die Zwergpinscher Erziehung? Bitte hinterlassen Sie einen Kommentar!

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